Long Covid/CFS
Long COVID und ME/CFS: Warum wir nicht an Standardprogramme glauben
Was wir aus der Betreuung von Betroffenen und der Zusammenarbeit mit der Lungenfachklinik Bad Reichenhall gelernt haben.
„Ich habe schon fast alles ausprobiert."
Mit diesem Satz begann vor einigen Monaten ein Telefongespräch, das mir bis heute in Erinnerung geblieben ist.
Georg litt seit längerer Zeit unter den Folgen von Long COVID beziehungsweise ME/CFS. Wie viele andere Betroffene hatte er bereits zahlreiche Therapien ausprobiert. Die Hoffnung wurde immer kleiner. Gleichzeitig hatten sich durch die vielen Behandlungsversuche erhebliche Kosten angesammelt und aufgrund seiner eingeschränkten Belastbarkeit konnte er seiner Arbeit nur noch eingeschränkt nachgehen.
In unserem Gespräch ging es deshalb zunächst gar nicht um Hypoxietraining oder um Geräte.
Es ging um einen Menschen, der einfach wieder ein Stück Lebensqualität zurückgewinnen wollte.
Die beste Lösung ist nicht immer die teuerste
Relativ schnell wurde klar, dass Georg von unserem airPoint@home mit seinen umfangreichen Steuerungs- und Betreuungsmöglichkeiten wahrscheinlich am meisten profitieren würde.
Doch es gab ein Problem.
Durch seine lange Erkrankung hatte Georg bereits viel Geld in unterschiedlichste Therapien investiert. Ein weiteres großes Investment war für ihn in dieser Situation kaum möglich.
Für uns war deshalb schnell klar: Jetzt ging es nicht darum, das technisch umfangreichste System zu verkaufen.
Es ging darum, die beste Lösung für Georg zu finden.
Gemeinsam entschieden wir uns deshalb für unseren airBoost. Zusätzlich kamen wir ihm bei den Konditionen entgegen und ermöglichten ihm eine Ratenzahlung, damit er überhaupt mit dem Hypoxietraining beginnen konnte.
Mindestens genauso wichtig wie das Gerät war jedoch die persönliche Betreuung. Gemeinsam entwickelten wir ein individuelles Trainingsprogramm, passten es regelmäßig an seine Reaktionen an und begleiteten ihn Schritt für Schritt.
Bereits nach den ersten Wochen berichtete Georg über erste positive Veränderungen.
Doch der Weg verlief nicht geradlinig.
Nach einer erneuten Infektion innerhalb der Familie verschlechterte sich sein Zustand wieder. Also passten wir das Trainingsprogramm erneut an. Weniger Intensität. Andere Trainingsreize. Mehr Zeit für Regeneration.
Heute geht es Georg nach eigener Aussage kontinuierlich besser.
Seine Geschichte bestätigt etwas, das wir in den vergangenen Jahren immer wieder erlebt haben.
Unsere Erfahrungen gehen weit über einzelne Fälle hinaus
Georgs Geschichte ist kein Einzelfall.
Seit mittlerweile drei Jahren arbeiten wir gemeinsam mit der Lungenfachklinik Bad Reichenhall an einem speziell entwickelten Hypoxietrainingsprogramm für Menschen mit Long COVID. Das Programm wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.
Der regelmäßige Austausch mit dem Studienleiter Dr. Matthias Limbach ist für uns dabei besonders wertvoll. Er verbindet die wissenschaftliche Perspektive mit den täglichen Erfahrungen aus der Arbeit mit den Betroffenen.
Dr. Matthias Limbach beschreibt die bisherigen Erfahrungen so:
„Viele unserer Patientinnen und Patienten leiden trotz weitgehend unauffälliger klassischer Untersuchungsbefunde unter einer erheblich eingeschränkten Belastbarkeit und ausgeprägter Erschöpfung. Ein großer Teil der Teilnehmer berichtet nach Abschluss des Hypoxietrainings über mehr Energie und eine verbesserte Belastbarkeit. Viele würden das Training nach ihrem Klinikaufenthalt gerne fortsetzen. Die wissenschaftliche Auswertung der Studie wird zeigen, wie sich diese Beobachtungen objektiv einordnen lassen."
— Dr. Matthias Limbach, Lungenfachklinik Bad ReichenhallDiese Aussage freut uns besonders. Nicht weil sie einen wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis ersetzt, sondern weil sie unsere Erfahrungen aus der täglichen Betreuung bestätigt.
Vor allem zeigt sie, wie wichtig es ist, Menschen mit Long COVID und ME/CFS auch nach einem Klinikaufenthalt weiter individuell zu begleiten.
IHT oder IHHT? Aus unserer Sicht ist das die falsche Frage.
Eine der häufigsten Fragen lautet:
Welche Form des Hypoxietrainings ist die beste?
Intervall-Hypoxie-Training (IHT)?
Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training (IHHT)?
Unsere Antwort überrascht viele.
Es kommt darauf an.
Jede Form des Hypoxietrainings setzt unterschiedliche physiologische Reize. Welche davon sinnvoll ist, hängt von der aktuellen Belastbarkeit, den Beschwerden und den individuellen Zielen ab.
Ein guter Trainer würde schließlich auch nicht jedem Athleten denselben Trainingsplan geben.
Warum sollten wir dann jedem Menschen mit Long COVID oder ME/CFS dasselbe Hypoxietraining empfehlen?
Nach über zwanzig Jahren Erfahrung im Hypoxietraining sind wir überzeugt:
Betreuung ist wichtiger als Technik
Genau deshalb endet unsere Arbeit nicht mit der Auslieferung eines Geräts.
Im Gegenteil.
Dort beginnt sie erst.
Über unser weCare-Konzept begleiten wir unsere Kundinnen und Kunden während des gesamten Trainings. Wir analysieren die Entwicklung, passen Programme an und reagieren auf Veränderungen. Gerade bei Long COVID und ME/CFS verläuft die Entwicklung häufig nicht geradlinig. Rückschläge gehören leider oft dazu.
Deshalb glauben wir auch nicht an starre Programme mit zwölf oder fünfzehn Einheiten.
Unsere Erfahrung zeigt, dass viele Betroffene deutlich länger begleitet werden sollten und dass sich der Trainingsreiz immer wieder an die aktuelle Situation anpassen muss.
Für uns ist Hypoxietraining deshalb kein Produkt.
Es ist ein individueller Prozess.
Unsere wichtigste Erkenntnis
Nach vielen Jahren im Leistungs- und Gesundheitssport sind wir überzeugt:
Nicht das Gerät entscheidet.
Nicht ein Standardprogramm entscheidet.
Nicht die Anzahl der Trainingseinheiten entscheidet.
Entscheidend ist, den Menschen zu verstehen, den Trainingsreiz individuell anzupassen und ihn auf seinem Weg langfristig zu begleiten.
Genau das ist die Philosophie von Altitude Balance.
Unser kostenloser Expertenleitfaden
Dieses Thema ist zu komplex, um es in einem kurzen Blogbeitrag vollständig zu erklären.
Deshalb haben wir einen ausführlichen Expertenleitfaden „Hypoxietraining bei Long COVID und ME/CFS" erstellt.
Darin erfährst du unter anderem:
- warum Standardprogramme aus unserer Sicht häufig nicht ausreichen,
- welche Unterschiede zwischen IHT, IHHT, funktioneller Hypoxie und weiteren Trainingsformen bestehen,
- welche Erfahrungen wir gemeinsam mit der Lungenfachklinik Bad Reichenhall gesammelt haben,
- welche wissenschaftlichen Erkenntnisse derzeit vorliegen,
- und warum individuelle Betreuung aus unserer Sicht der wichtigste Erfolgsfaktor ist.
Trage dich jetzt in unsere Interessentenliste ein und erhalte den Expertenleitfaden kostenlos, sobald er veröffentlicht wird.
Finde heraus, welches Programm zu dir passt
Beantworte ein paar kurze Fragen und sichere dir kostenlos den Expertenleitfaden, sobald er erscheint.
Jetzt für den Expertenleitfaden eintragen